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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Generation Nachhaltigkeit

U[rban]topia



Städte dienen einem Großteil der Weltbevölkerung als Lebensraum: Nach Angaben der UN leben derzeit etwa 50Prozent der Menschen weltweit in Städten und die Tendenz ist weiter steigend . Einerseits sind Städte Ursprungsorte technologischer, politischer und sozialer Innovationen; andererseits sind sie eine Quelle von Nutzungskonflikten sowie ökologischen und sozialen Problemen. Der im städtischen Raum dichte Verkehr und der erhöhte Energieverbrauch führen zu Umweltbelastungen und einer steigenden Nachfrage an Ressourcen. Zudem treten zunehmend soziale Probleme auf, wie etwa Segregationsprozesse, Abwertung von Wohngegenden und Schrumpfungsprozesse. Gleichzeitig kommt es an anderer Stelle zur Aufwertung von Quartieren und zur Verknappung von Wohnraum mit Folgen für finanziell schlechter gestellte Bevölkerungsteile. .Diese Prozesse stellen die Städte hierzulande vor neue und unterschiedliche Herausforderungen. Auch klimatologisch betrachtet haben Städte eine besondere Stellung: Aufgrund des Wärmeinseleffekts sind im städtischen Raum im Vergleich zum Umland höhere Temperaturen vorzufinden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und des demographischen Wandels wirft auch dies neue Fragen auf: Welche Bevölkerungsgruppen sind in Städten besonders von hohen Temperaturen betroffen und welche städtebaulichen Maßnahmen können getroffen werden, um diese zu schützen?

Die Probleme und Konflikte im städtischen Raum sind vielschichtig und je nach Region stehen die Bevölkerung, Planer und Politiker vor unterschiedlichen Herausforderungen. Ist in den Industrieländern zunehmend von Schrumpfungsprozessen die Rede, wachsen viele Städte in Schwellen und Entwicklungländern und deren Bedarf an Ressourcen um ein Vielfaches. Dabei muss die Frage gestellt werden, wie etwa in den Megastädten Chinas oder Indiens ein ökologisches und soziales Gleichgewicht hergestellt werden kann und wie diese Städte zukunftsorientiert und nachhaltig entwickelt werden können.

Die Entwicklung der Städte weltweit als Lebensraum stellt den Menschen einerseits vor Probleme und neue Herausforderungen. Andererseits bieten Städte auch ein enormes Potenzial, Wissen zu bündeln und dieses mit anderen Städten zu vernetzen, um es im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umzusetzen.



Gegenstand

Folgenden Leitfragen wollen wir uns gemeinsam in diesem Workshop widmen:

• Wie sieht die Stadt als Lebensform des 21. Jhd. aus?

• Welche Folgen hat die Globalisierung für die Stadt/Stadtstruktur?

• Kann das Land die Stadt versorgen?

• Wie lässt sich der ökologische Fußabdruck von Städten verringern?

• Wie können Städte in Industrienationen und Entwicklungs- und Schwellenländern gegenseitig voneinander lernen?